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Pflegeglossar
Ihr Wörterverzeichnis rund um die häusliche Pflege

Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit oder der Morbus Parkinson umgangssprachlich auch Schüttelkrankheit ist ein langsam fortschreitender Verlust von Nervenzellen.

Als unheilbare neurodegenerative Erkrankung zählt sie zu den degenerativen Erkrankungen des extrapyramidal-motorischen Systems. Ungefähr ein Prozent der Weltbevölkerung über 60 Jahren ist von dieser Krankheit betroffen.[2][3] Parkinson ist damit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung der Welt.[4]

Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der dopaminproduzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra; einer Struktur im Mittelhirn. Der Mangel an dem BotenstoffDopamin führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde und dadurch zu den Bewegungsstörungen.

Die Leitsymptome (auch Kardinal- oder Kernsymptome genannt) sind:[5]

  • frühe Symptome (sind wichtig, um möglichst früh – möglichst viele Jahre vor dem Auftreten der motorischen Symptome – wegen Hinweisen auf die mögliche Erkrankung mit Parkinson durch eine Behandlung das Fortschreiten der Krankheit zu dämpfen)
    • Jahre vor dem Ausbruch Störung des Geruchssinns
    • Stimmungsschwankungen (leichte Reizbarkeit) mit leichten Depressionen
    • Verstopfung
    • das Typischste, die Störung des Traumschlafs durch atypische starke Bewegungen während des (im gesunden Zustand normalerweise bewegungslosen) REM-Schlafs (bis hin zum Schreien oder Umsichschlagen)
  • motorische Krankheit im Hauptstadium (niedriger Dopaminspiegel)
    • Muskelzittern (Tremor) in Ruhe, insbesondere als rhythmisches Zittern der Extremitäten,
    • Schrift wird etwas kleiner,
    • „unrunde“ Bewegung beim längeren Laufen (etwas nachziehen),
    • (wächserne) Muskelstarre (Rigor),
    • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese oder Hypokinese), die bis hin zu Bewegungslosigkeit (Akinese) führen können, sowie
    • Haltungsinstabilität (posturale Instabilität).

Die aktuelle Definition des Parkinson-Syndroms fordert, dass das Kardinalsymptom Bradykinese oder Akinese mit wenigstens einem der anderen Symptome (Rigor, Tremor oder posturale Instabilität) in Kombination auftritt. Daneben sind verschiedene sensible, vegetative, psychische und kognitive Störungen möglich.

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